Umgang mit Neurodermitis

LERNEINHEIT 7: PERSÖNLICHE ZIELE SETZEN

Für Menschen mit Neurodermitis kann das Setzen von persönlichen Zielen besonders wichtig sein. In dieser Lerneinheit erfahren Sie, wie Sie Ihre Ziele langfristig erreichen können.

5 min Lesezeit

Schritt-für-Schritt

Für viele Menschen sind Zielsetzungen und das Lösen von Problemen wichtige Schritte zur Selbsthilfe, da sie so eine aktive Rolle bei der Behandlung Ihrer Neurodermitis übernehmen. Ein gut organisierter, schrittweiser Ansatz ist dabei sinnvoller als nur vage Vorstellungen darüber, was Sie gerne ändern würden. Vorausschauende Maßnahmen können Ihnen dabei helfen, wieder mehr Kontrolle über Ihre Neurodermitis zu bekommen.

 

Inne halten und Reflektieren

Bevor Sie Ihre Ziele festlegen, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, um zu überlegen, wie sich die Neurodermitis auf Ihre Lebensqualität auswirkt. Welche Bereiche Ihres Lebens sind Ihrer Meinung nach am stärksten von der Neurodermitis beeinträchtigt?

Nehmen Sie sich dafür ca. 5 Minuten Zeit und schreiben Sie alle besonders betroffenen Bereiche Ihres Lebens auf, die Ihnen einfallen. Auch die Bereiche, die evtl. indirekt durch Ihre Neurodermitis beeinträchtigt sind, wie z. B. Freundschaften, Hobbies, beruflicher Alltag oder die Berufswahl sollten nicht fehlen.

Priorisieren Sie nun die betroffenen Bereiche auf Ihrer Liste, die Ihnen persönlich am wichtigsten sind bzw. die Sie am meisten in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigen.

 

Erstellen Sie eine Liste mit persönlichen Zielen

Die von Ihnen priorisierten Bereiche können Sie nun nutzen, um eine detaillierte Liste der Dinge zu erstellen, an denen Sie konkret arbeiten möchten. Fragen Sie sich, was sich ändern muss, damit sich Ihre Lebensqualität bezüglich der Neurodermitis verbessert. Das, was Ihnen besonders am Herzen liegt, sollte dabei zuoberst in der Liste stehen.

Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Liste nur Ziele enthält, die Sie auch wirklich erreichen können! Vergessen Sie nicht, mögliche Schwierigkeiten beim Erreichen des Ziels vorherzusehen, und spielen Sie gedanklich durch, wie Sie damit umgehen werden.

 

Auf einer Liste mit persönlichen Zielen könnten beispielsweise Punkte wie diese stehen:

  • Symptome besser in den Griff bekommen
  • Endlich wieder Durchschlafen
  • Den Fokus wieder auf persönliche Interessen wie z. B. Hobbies oder Wünsche legen
  • Mehr Bewegung in den Alltag integrieren
  • Entspannter durchs Leben gehen
  • Freundschaften stärken
  • ... und noch vieles mehr
 

Zwischenziele setzen

Dann teilen Sie diese Ziele in mehrere kleine Ziele auf, die für Sie gut erreichbar sind. Überlegen Sie für jedes Zwischenziel genau, ob dieses auch wirklich sinnvoll und realistisch ist. Ergänzen Sie die Zwischenziele hinter jedem Ziel auf Ihrer Liste.

 

Fristen setzen

Als letztes sollten Sie sich realistische Fristen für Ihre Ziele und Zwischenziele setzen. Ergänzen Sie diese Fristen auf Ihrer Liste. Haben Sie viele Ziele notiert, dann versuchen Sie die Fristen gestaffelt zu setzen und nicht alle auf einmal. Das Erreichen persönlicher Ziele kann ein langer Prozess sein und erfordert ein aktives Dranbleiben.

 

Ziele in Angriff nehmen

Wählen Sie als nächstes das Ziel aus Ihrer Liste aus, das für Sie am wichtigsten ist und das Sie als Erstes in Angriff nehmen möchten.

 

Geduldig sein

Versuchen Sie, auf dem Weg zu Ihren Zielen Geduld zu wahren. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen und gehen Sie mit sich selbst nicht zu hart ins Gericht, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Alleine, dass Sie sich bemühen, Ihre Ziele zu erreichen ist bereits ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Ihr Arzt: der Wegbegleiter

Ihr Arzt und das Ärzteteam können Ihnen bei der Auswahl der Ziele helfen und Sie dabei unterstützen, die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Sprechen Sie daher auch mit ihnen über Ihre Pläne, Ziele und Beweggründe.

 
 

Ziel erreicht! Sie haben die Lerneinheit „Persönliche Ziele setzen“ abgeschlossen

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