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ZEHN FAKTEN ZU NEURODERMITIS, DIE DU KENNEN SOLLTEST

Du selbst oder ein Familienmitglied sind von Neurodermitis betroffen? Dann weißt Du sicherlich bereits einiges zur Erkrankung. In dieser Lerneinheit haben wir die wichtigsten Fakten kompakt für Dich zusammengestellt.

Neurodermitis allgemein
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NEURODERMITIS-FAKT NR. 1: EKZEME UND SCHÜBE SIND TYPISCH FÜR DIE ERKRANKUNG

Die Neurodermitis (auch: atopische Dermatitis) ist eine häufige, chronisch-entzündliche Hautkrankheit, die typischerweise in Schüben auftritt. Betroffene leiden an trockener Haut und Ekzemen, die meist von starkem Juckreiz begleitet wird. Manche Menschen haben aber auch Knötchen oder Pusteln. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und kann heutzutage gut behandelt werden.1

1 Quelle: European Centre of Allergy Research Foundation; www.ecarf.org (zuletzt geöffnet am 03.03.2021)
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Neurodermitis-Fakt Nr. 2:
Viele Menschen sind betroffen2

Die Häufigkeit der Neurodermitis ist unter anderem klima- und altersabhängig. Im eher sonnenarmen Nordeuropa sind bis zu 25 % betroffen, wohingegen an den Küsten Südeuropas nur etwa 1 % der Menschen erkranken. Babys und Kleinkinder sind mit 23 % die am stärksten betroffene Altersgruppe. Schätzungen zufolge sind 2-4 % aller Erwachsenen in Deutschland von Neurodermitis betroffen. Bei einem großen Teil der Patienten bessert sich die Krankheit mit zunehmendem Alter. Menschen in Städten sind häufiger betroffen als die Landbevölkerung.

2 Quelle: https://www.ecarf.org/info-portal/erkrankungen/neurodermitis/ (zuletzt geöffnet am 03.03.2021)
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NEURODERMITIS-FAKT NR. 3:
NEURODERMITIS KANN VERERBT WERDEN

Für die Entstehung von Neurodermitis gibt es nicht nur eine Ursache. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Da Neurodermitis familiär gehäuft auftreten kann, spielt die genetische Veranlagung bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle. Wenn beispielsweise beide Elternteile an Neurodermitis leiden, liegt das Erkrankungsrisiko für Neugeborene zwischen 60 und 80 %.3 Ob die Erkrankung tatsächlich auftritt, hängt jedoch von vielen weiteren Faktoren ab.

3 Quelle: European Centre of Allergy Research Foundation; www.ecarf.org (zuletzt geöffnet am 03.03.2021)
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NEURODERMITIS-FAKT NR. 4: DIE ERKRANKUNGSURSACHE LIEGT UNTER DER HAUTOBERFLÄCHE

Obwohl die Symptome der Neurodermitis primär auf der Haut sichtbar sind, handelt es sich bei Neurodermitis um mehr als eine Hautkrankheit. Die Ursache für das beeinträchtigte Hautbild liegt unter der Hautoberfläche: ein Immunsystem, das aus den Fugen geraten ist und Entzündungen auf und unter der Haut hervorrufen kann. In der Regel handelt es sich bei den Entzündungen um eine ganz bestimmte Art von Entzündung: die sogenannte Typ-2 Entzündung. Diese ist gekennzeichnet durch bestimmte Zellen des Immunsystems (Typ-2-Helferzellen (TH2), die ständig entzündungsfördernde Eiweiße (Botenstoffe) produzieren und so zu den anhaltenden Entzündungen beitragen. Auch wenn die Haut gesund wirkt, ist die Entzündung unter der Haut aktiv. Aus diesem Grund muss die Neurodermitis kontinuierlich behandelt werden.

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NEURODERMITIS-FAKT NR. 5: NEURODERMITIS TRITT HÄUFIG IN VERBINDUNG MIT ANDEREN ERKRANKUNGEN AUF

Neurodermitis gehört zu einer Gruppe von Erkrankungen, bei denen harmlose Stoffe (Allergene) Überreaktionen des Immunsystems auslösen können. Bei Patienten mit Neurodermitis können deshalb auch andere Erkrankungen aus dieser Gruppe auftreten. Zu diesen Erkrankungen zählen z. B. allergisches Asthma und/oder Heuschnupfen (saisonale Allergien), allergische Bindehautentzündung, allergischer Schnupfen (allergische Rhinitis) und Nahrungsmittelallergien.

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NEURODERMITIS-FAKT NR. 6: ÄUßERE EINFLÜSSE KÖNNEN DIE SYMPTOME VERSCHLIMMERN

Emotionaler Stress, bestimmte Wetterbedingungen, Schwitzen und sogar das Tragen bestimmter Textilien führen bei manchen Menschen mit Neurodermitis zu einer Verschlechterung der Symptome. Reizende Stoffe (Chemikalien in Körperpflegeprodukten und Haushaltsreinigern oder Zigarettenrauch) und Allergene können die Symptome zusätzlich verschlimmern. Durch das Meiden dieser sogenannten Triggerfaktoren können Betroffene das Auslösen der Symptome zumindest teilweise reduzieren oder verhindern.

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NEURODERMITIS-FAKT NR. 7: DEPRESSIONEN SIND KEINE SELTENHEIT

In Zeiten von makellosen Schönheitsidealen werden Hautveränderungen häufig mit „krank“ und „ungepflegt“ assoziiert. Das äußere Erscheinungsbild spielt also eine bedeutsame Rolle für das Wohlbefinden. Menschen mit Neurodermitis schämen sich häufig für ihre Haut und isolieren sich. Daraus können sich Angstzustände, Schlafstörungen oder sogar Depressionen entwickeln. Wichtig: Wenn der Leidensdruck zu hoch ist, kann eine seelische Betreuung oder Psychotherapie Unterstützung geben.

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NEURODERMITIS-FAKT NR. 8: HAUTINFEKTIONEN KOMMEN HÄUFIG VOR

Bei Neurodermitis kann die Haut trocken, spröde und schuppig sein. Dies liegt daran, dass es der Haut an einem flächendeckenden Fettfilm fehlt. Die Folge: Die Barriereschutzfunktion der Haut ist nicht in ausreichendem Maße vorhanden und Krankheitserreger, wie z. B. Bakterien, haben leichtes Spiel und können Entzündungen auf und in der Haut hervorrufen. Durch das Kratzen der gereizten Hautstellen kann es zu Verletzungen und zum Eindringen der Erreger kommen. Auch entzündungshemmende Mittel, etwa Kortisontabletten, können zu einer erhöhten Hautinfektionsanfälligkeit beitragen.

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NEURODERMITIS-FAKT NR. 9: TÄGLICHE HAUTPFLEGE IST WICHTIG

Die Basispflege ist eine wesentliche Säule der Neurodermitis- Behandlung. Denn sie kann Juckreiz lindern und die Zeit bis zum nächsten Juckreiz-Schub verlängern. Die Anwendung soll dabei dem Hautzustand angepasst werden:


  • Während akuter Schübe mit nässender Haut: wasserhaltige Pflegepräparate
  • Während schubfreier Zeit mit trockener Haut: fetthaltige Pflegepräparate
Wichtig
Auch bei fehlenden Zeichen der Entzündung wird der Einsatz von Basiscremes zur Verbesserung der Hautbarrierefunktion empfohlen.
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NEURODERMITIS-FAKT NR. 10: DIE BEHANDLUNG RICHTET SICH NACH DEM SCHWEREGRAD

Für die Therapie der Neurodermitis steht eine Vielzahl von Arzneimitteln zur Verfügung, die entweder äußerlich („topisch”) oder systemisch – d. h. innerlich wirkend – angewendet werden. Behandelt wird nach einem Schema, das die Erkrankung nach Schweregrad in vier Stufen unterteilt.

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PATIENTEN LOGIN

Dir wurde zur Behandlung Deiner Neurodermitis eine Therapie von Sanofi Genzyme verordnet? Im Login-Bereich findest Du weitere Informationen zum Produkt und dessen Anwendung. Du kannst Dich mit der Chargennummer (Ch.-B.) auf der Packung des Medikaments hier anmelden.

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Chargennummer (Ch.-B.) auf der Packung:
LEBEN MIT NEURODERMITIS. INFORMATIONEN FINDEST DU HIER.
Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (atopische Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

Neurodermitis kennenlernen

Wer seine Haut kennt, Routine in der Behandlung und Pflege entwickelt und auf seine persönlichen Bedürfnisse achtet, tut bereits viel dafür, um die Neurodermitis zu kontrollieren. Unsere Lernmodule unterstützen Dich dabei, Dein Leben mit Neurodermitis aktiv zu gestalten.

Behandlungsmöglichkeiten

Neurodermitis kann heute mit modernen Therapien gezielt behandelt werden. Eine individuelle Behandlung ist oft der erste Schritt hin zu mehr Selbstwertgefühl.

Neurodermitis-Blogger

Was im Alltagsleben mit Neurodermitis wirklich hilft und wichtig ist, wissen sie am besten – unsere Blogger. Auf der Website „Leben mit Neurodermitis“ erfährst Du, was andere Betroffene erlebt haben, was sie im Leben mit Neurodermitis gelernt haben und was ihnen Mut macht. Gestalte auch Dein Leben – trotz Neurodermitis.

Die hier zur Verfügung gestellten medizinischen Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Bei allen Fragen zu Deiner Erkrankung wende Dich bitte an Deine/n Dermatolog/-in.
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