WIE
NEURODERMITIS
BEHANDELT
WIRD

Neurodermitis ist eine chronisch- entzündliche Erkrankung, die sich überwiegend auf der Haut zeigt und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Behandlung richtet sich deshalb nach dem Schweregrad Deiner Symptome. Um für Dich das optimale Behandlungsergebnis zu erreichen, sollte Deine Neurodermitis-Therapie immer in enger Zusammenarbeit mit einem Dermatologen abgestimmt werden.

Eine Frau guckt in die Kamera. Im Hintergrund ist eine Ärztin verschwommen zu erkennen, die die Frau anlächelt.

Neurodermitis ist eine chronisch- entzündliche Erkrankung, die sich überwiegend auf der Haut zeigt und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Behandlung richtet sich deshalb nach dem Schweregrad Deiner Symptome. Um für Dich das optimale Behandlungsergebnis zu erreichen, sollte Deine Neurodermitis-Therapie immer in enger Zusammenarbeit mit einem Dermatologen abgestimmt werden.

Themenübersicht
Eine Junge Frau, die sich am Ellenbogen kratzt

Neurodermitis tritt meist in Schüben auf. Das heißt, es gibt Zeiten, in denen Du fast keine Symptome hast, und dann gibt es akute Phasen, in denen juckende, entzündete Stellen Dein Hautbild bestimmen. Eine maßgeschneiderte Neurodermitis-Behandlung kann Dir helfen, akute Symptome zu lindern, und die Zeiten verlängern, in denen Du beschwerdefrei bist. Heilbar ist die atopische Dermatitis, wie Neurodermitis auch genannt wird, allerdings nicht. Die Erkrankung ist nie wirklich verschwunden und selbst in weniger aktiven Phasen, wenn die Neurodermitis für das Auge nicht sichtbar ist, „brodelt“ die Entzündung unter der Haut weiter. Heutzutage gibt es jedoch moderne Medikamente, mit denen sich die Neurodermitis besser und langfristiger kontrollieren lässt.

Was hilft am besten gegen Neurodermitis?

Neurodermitis hat viele Facetten und die chronisch-entzündliche Erkrankung ist nicht bei jedem Betroffenen gleich. Wie stark die einzelnen Neurodermitis-Schübe sind und wie häufig sie auftreten, ist individuell verschieden. Deshalb gibt es auf diese Frage nicht die eine Antwort. So unterschiedlich die Beschwerden sind, so verschieden ist auch die Therapie und sie sollte auf Dich und Deine Bedürfnisse zugeschnitten sein.

Frau, die sich die Hände eincremt

Äußerliche Therapien

Äußerliche Therapien werden genau an der Stelle angewendet, an der sie wirken sollen. Hierzu gehören zum Beispiel Salben oder Cremes. Äußerliche Anwendungen auf der Hautoberfläche werden auch als topische Therapien bezeichnet.

Apotheker öffnet Schublade, in der sich Medikamente befinden.

Innerliche Therapien

Innerliche Therapien können zum Einsatz kommen, wenn äußerliche Behandlungsmethoden nicht ausreichen. Einige Medikamente werden als Tablette eingenommen, andere über eine Spritze injiziert. So werden beispielsweise Biologika unter die Haut gespritzt und gelangen dann über das Blutsystem in den Körper. Diese Therapieformen bekämpfen gezielt von innen die Ursache der Neurodermitis und werden in der Regel langfristig angewendet.

Eine junge Frau, die auf dem Rücken liegt und die Arme über den Kopf streckt

Ergänzende Maßnahmen

Ergänzende Maßnahmen können zusätzlich zur innerlichen und äußerlichen Therapie zum Einsatz kommen. Dazu zählt zum Beispiel die Phototherapie. Aber auch psychotherapeutische Maßnahmen oder Entspannungstechniken zum Stressabbau können die Behandlung der atopischen Dermatitis sinnvoll ergänzen.

Das A und O bei Neurodermitis – die Basistherapie

Die atopische Haut ist sehr trocken und empfindlich. Es mangelt ihr an Feuchthaltefaktoren und sie kann schlecht Wasser binden. Die Hautbarriere wird dadurch durchlässig und Fremdstoffe können eindringen und Entzündungen hervorrufen. Deshalb ist eine konsequente Pflege der Haut mit rückfettenden Cremes wichtig, selbst wenn Du gerade keine Beschwerden hast. Bei der Basistherapie kommen Produkte zum Einsatz, die keine medizinischen Wirkstoffe, wie beispielsweise Kortison, enthalten.

Weitere hilfreiche Infos zur Basistherapie findest Du auf der Seite „äußerlichen Therapien“.

„Neurodermitis wird häufig auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt.“

Illustration von zwei Sprechblasen.

Unser tipp

Für Neurodermitis-Patienten gibt es spezielle Schulungsprogramme, die Dir beim Umgang mit Deiner Erkrankung im Alltag helfen können. Die Kosten hierfür werden meist von den Krankenkassen übernommen. Frage dazu Deinen Dermatologen oder Deine Krankenkasse.

Illustration einer Hand, die ein Herz hält

Welcher Arzt behandelt Neurodermitis?

Bei Neurodermitis sind Fachärzte für Hautkrankheiten die besten Ansprechpartner. Sie können eine Diagnose stellen und Dir die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erläutern. Fachärzte für Hautkrankheiten werden auch Hautärzte oder Dermatologen genannt.

Illustration einer Hautärztin mit Stethoskop um den Hals.

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Wichtige Begleiter bei Deiner Neurodermitis-Behandlung

Ein gutes Verhältnis zu Deinem Hautarzt ist die Grundlage für eine gute Gesundheitsversorgung. Aber was heißt das, ein gutes Verhältnis? Um ehrlich und offen mitzuteilen, wie Du Dich fühlst, und die Fragen zu stellen, die Du wirklich klären möchtest, musst Du Deinem Dermatologen vertrauen. Sicher, viele Mediziner stehen heutzutage unter Zeitdruck und manche Betroffenen fühlen sich deshalb nicht gut beraten. Vergiss aber nicht: Dein Hautarzt steht auf Deiner Seite und möchte das Beste für Dich und Deine Gesundheit. Außerdem hast Du es teilweise selbst in der Hand, das Beste aus Deinem Arztbesuch rauszuholen.

Hilfreiche Tipps zur Vorbereitung auf Dein Arztgespräch

Frage nach und informiere Dich

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Damit Deine Therapie erfolgreich verlaufen kann, ist es für Dich wichtig, dass Du gut informiert in das Gespräch gehst und den aktuellen Stand Deiner Neurodermitis und die Behandlungsmöglichkeiten kennst. Sei dir dessen bewusst, dass sich die Forschung stetig weiterentwickelt und sprich Deinen Dermatologen darauf an, wenn Du für Dich Chancen und Wege siehst, Deine Therapie anzupassen. Denk daran: Du entscheidest mit!

Hier findest Du eine Übersicht über Behandlungsmöglichkeiten bei Neurodermitis als Broschüre.

Bereite Dich auf Deine Arzttermine vor

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Am besten notierst Du Dir im Alltag auftauchende Fragen direkt und bringst Deine Liste mit zum Arzttermin. Deine Fragen kannst Du zum Beispiel in einem Neurodermitis-Tagebuchsammeln. So gehen sie nicht verloren und auch Dein Arzt kann sich ein besseres Bild vom Krankheitsverlauf machen. Je klarer Du berichten kannst, desto klarer kann Dir Dein Dermatologe mit einer Therapie helfen.

Unser Ratgeber für das Arztgespräch kann Dir helfen, Dich optimal auf Deinen nächsten Termin vorzubereiten.

Sei offen und ehrlich

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Auch wenn Du Dich anfangs etwas unwohl dabei fühlst, sage Deinem Dermatologen, was für Dich persönlich besonders wichtig ist. Es gibt hier keine Tabus. Nur so kann er die aus medizinischer Sicht beste Behandlung für Dich finden. Übrigens: Wenn Du etwas nicht verstehst oder wenn Dir eine Erklärung zu schnell ging, scheue Dich nicht, nochmal nachzufragen. Denk daran: Es ist Dein Arzttermin und Du solltest das Beste für Dich rausholen.

Dokumentiere Deine Schübe

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Schreibe auf, wie viele Schübe Du zwischen den Arztterminen hattest, wie stark sie waren und wodurch sie möglicherweise ausgelöst wurden. Dafür kannst Du ein Tagebuch anlegen, egal ob auf Papier oder digital. So behältst Du den Überblick über Deine Neurodermitis und kannst Deinen Krankheitsverlauf auch Deinem Hautarzt detailliert mitteilen. Vielleicht machst Du sogar ein Foto, wenn etwas anders war als bisher. Damit fühlst Du Dich sicher und Dein Hautarzt kann gezielt darauf eingehen.

Im Ratgeber für das Arztgespräch bei Neurodermitis findest Du viele Tipps, wie du das Beste aus einem Termin bei Deinem Dermatologen herausholst.

Welche Hausmittel helfen bei Neurodermitis?

Viele Menschen mit Neurodermitis fragen sich, ob es neben der Basistherapie und verschiedenen Medikamenten auch Hausmittel gibt, mit denen sie die Behandlung sinnvoll ergänzen können. Am besten Du besprichst mit Deinem Arzt, welche Hausmittel für Dich persönlich in Frage kommen.

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Was sollte man bei Neurodermitis nicht tun?

Im Alltag ist Deine Haut vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt: Kälte, Hitze, Wind, Regen, Pollen, kratzende Kleidung, hautreizende Inhaltsstoffe etc. Einige dieser Einflüsse können Deine Neurodermitis negativ beeinflussen. Im Fachjargon spricht man dann von Provokationsfaktoren oder Triggern. Auf welche Trigger jemand reagiert, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Typische Trigger für eine Neurodermitis sind zum Beispiel:

    Falsche oder übermäßige Reinigung Deiner Haut

    Reinigungs- und Pflegeprodukte mit reizenden Duft- und Konservierungsstoffen

    Zigarettenrauch und Umwelt-schadstoffe, z. B. Abgase

    Klima, z. B. geringe Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen

    Stress, z. B. Lärm, Leistungsdruck

    Allergene, z. B. Pflanzenpollen, Tierhaare oder einige Nahrungsmittel

Eine junge Frau schreibt lächelnd in ein Tagebuch

Um Schüben vorzubeugen, ist es wichtig Deine Trigger zu kennen, denn dann kannst Du sie gezielt vermeiden. Ein Tagebuch kann dabei helfen, Einflüsse zu erkennen, die sich negativ auf Deine Neurodermitis auswirken.

Eine Vorlage für ein Tagebuch kannst Du übrigens hier herunterladen.

Was löst Neurodermitis aus?

Forscher weltweit versuchen die genauen Ursachen für Neurodermitis zu entschlüsseln, um die Erkrankung besser zu verstehen und moderne Medikamente zu entwickeln, mit denen sich die Auswirkungen der Neurodermitis gut kontrollieren lassen. Gemäß aktuellem Stand, sind die Ursachen allerdings noch nicht vollständig geklärt. Man weiß jedoch, dass die folgenden Faktoren den Ausbruch der Erkrankung begünstigen können:

    Erbliche Vorbelastungen

    Eine gestörte Barrierefunktion der Haut

    Eine Überempfindlichkeit des Immunsystems

    Verschiedene Umweltfaktoren

Was tun, wenn auch die Psyche leidet?

Viele Menschen mit Neurodermitis leiden nicht nur körperlich, die oft sichtbaren Ekzeme sind auch eine seelische Belastung und können psychische Folgen haben. Für den Erfolg Deiner Neurodermitis-Behandlung ist es aber wichtig, dass Du Dich gut fühlst. Denn wie bereits erwähnt, ist Stress ein häufiger Trigger. Wenn Du Dich ausgeliefert oder ausgegrenzt fühlst, Du über einen längeren Zeitraum niedergeschlagen oder antriebslos bist oder wenn Du oft Angst hast und Deine Gedanken fast nie zur Ruhe kommen, kann es eventuell sinnvoll sein, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Fazit

Neurodermitis ist zwar nicht heilbar, aber eine konsequente Pflege und eine für Dich passende Behandlung können Dir helfen, Deine Erkrankung zu kontrollieren. Es ist wichtig, einen positiven Umgang mit Deiner Neurodermitis zu finden. Das ist sicher nicht immer leicht, aber es lohnt sich, den Blick auf das Positive zu lenken. Es gibt heutzutage viele moderne Behandlungsmöglichkeiten, die Dich im Umgang mit Deiner Erkrankung unterstützen und Dir ein glückliches und erfülltes Leben ermöglichen können. Werde aktiv und lass Dich beraten.

Illustration einer Lupe, die Neurodermitis-Symptome untersucht.

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