Triggerfaktoren

Wie schütze ich meine Haut im Alltag?

Julia Vorderwisch-Sonntag
KW 9, 04.03. (Donnerstag)

Hallo!
Ich bin Julia Vorderwisch-Sonntag

Neurodermitis trat bei mir erstmals im Alter von 13 Jahren auf. Seitdem habe ich eine Vielzahl von Cremes getestet.

Kompletten Steckbrief lesen

In meinen vergangenen Blogbeiträgen habe ich immer wieder erwähnt, wie schwierig es ist, die Stellen mit Neurodermitis vor äußeren Einflüssen zu schützen. Sei es im Sommer, wenn sich bei Hitze Schweiß bildet, oder im Winter bei Kälte und Trockenheit.

Da sich bei mir die von Neurodermitis betroffenen Hautflächen unter anderem an meiner linken Handinnenfläche befinden, ist diese Stelle allem ausgesetzt was ich berühre. Cremes, Wasser und Seife, Speisen, Dreck, seit 2020 überdurchschnittlich oft Desinfektionsmittel … Alles eben.

Ein Triggerfaktor meiner Neurodermitis ist … Mehl!

Es gibt bestimmte Situationen bzw. bestimmte Dinge, die meine Haut besonders strapazieren. Und dazu gehören leider vor allem Mehl und natürlich alle Zutaten, die an offenen Stellen brennen. Bei offener, von Neurodermitis geplagter Haut, ist es das gleiche wie bei einer Wunde.

Wer kennt es nicht … Salz, Tomaten oder Zitronensaft an einer Verletzung am Finger… nicht angenehm.

Aber eigentlich noch unangenehmer ist tatsächlich bei mir Mehl. Es brennt nicht direkt, wenn ich damit in Berührung komme. Aber wenn ich mit der Teigzubereitung von meinen selbstgebackenen Broten fertig bin und dies mit bloßen Händen getan habe, bekomme ich schon kurze Zeit später die Quittung. Die Haut meiner Hände ist dann so ausgetrocknet und spröde, dass man dabei zusehen kann, wie sich neue Furchen in der Handinnenfläche bilden und kurz darauf aufreißen.

Der Juckreiz dabei ist teilweise unerträglich. Hinzu kommt die Gefahr, dass gerade an den Händen alle möglichen Bakterien schnell anhaften, sodass sich die offenen Risse entzünden können. Vermehrtes Händewaschen löst einen Teufelskreis aus.

Ich habe mir daher angewöhnt entweder

Einweghandschuhe beim Backen oder Kochen zu verwenden (die wasche ich allerdings danach gründlich und verwende sie wieder … :) )

und/oder direkt im Anschluss ans Backen die Hände mit einer Handcreme einzucremen. Und zwar 3-4 Mal. Sobald sie eingezogen ist, wieder cremen. Am besten ist es, wenn sie zusätzlich noch über Nacht einziehen kann. Dann stoppe ich das Austrocknen und es reißt nichts auf.

Empfehlenswerte Wirkstoffe in Cremes

In meinem Blogbeitrag „Meine Reise durch den Dschungel der Inhaltsstoffe – Auf der Suche nach der richtigen Creme“ habe ich bereits verschiedene Varianten von Cremes genannt, die ich an dieser Stelle nochmals wiederholen möchte. Denn es gibt auch bei Handcremes sehr viele Unterschiede. Und jeder sollte schauen, dass er die für sich passende Creme findet, die sowohl den Juckreiz lindert als auch die Heilung fördert. Folgende Wirkstoffe in Cremes habe ich im Laufe der Zeit ausprobiert:

  • Propolis
  • Meersalz
  • Urea
  • Ringelblume
  • Nachtkerze
  • Reine Fettcreme ohne Wirkstoff
  • Kortison (was ich jedoch als allerletzte Variante nennen möchte)

Abendritual: So verhindere ich allzu starkes Kratzen in der Nacht

Um nachts nicht unbewusst zu kratzen, ist es ratsam, sich vor dem Schlafengehen kurz abzuduschen und die betroffenen Stellen anschließend einzucremen. So werden Schweiß und Schmutzpartikel vom Tag abgespült und die Haut für die Nacht durch die Creme beruhigt. Dennoch sollte man beachten, dass die Duscheinheiten kurzgehalten werden, da zu langes, zu heißes Duschen oder gar Baden die Haut zusätzlich im Nachhinein austrocknen.

Der gefürchtete „Sommer-Wolf“

Die juckenden Stellen habe ich u.a. ebenfalls an den Innenseiten meiner Oberschenkel. Genau da, wo man sich im Sommer „einen Wolf laufen“ kann, wie man so schön sagt. Klar. Da ist es immer warm, es kommt kaum Luft dran und im Sommer ist es durch die Hitze und luftiger Kleidung mit Haut auf Haut nur selten möglich, dass die Stellen heilen, weil eine ständige Reibung vorherrscht. Hierbei bleibt mir kaum etwas anderes übrig als kurze Hosen zu tragen, die bis zur Mitte des Oberschenkels reichen, und unter Röcken und Kleidern ebenfalls dünne (!) kurze Hosen zu tragen, die das Scheuern verhindern. Im Idealfall aus Baumwolle oder einer anderen weichen Naturfaser, damit es nicht zu einer weiteren Hitzeentwicklung durch bspw. synthetische Stoffe kommt.

MAT-DE-2100412 v1.0 (02/2021)

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