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KW 40, 30.09.

Ernährung

Vegane Ernährung – Auswirkung auf Haut und Asthma

Ich bin Veganerin. Und ich muss sagen, ich hätte mir das viel schwieriger vorgestellt, als es tatsächlich ist.
Aber nun zum Anfang. Seit meiner Kindheit habe ich Neurodermitis. An manchen Tagen mehr, an anderen Tagen habe ich gar keine Beschwerden. Ich probierte schon sehr viel aus, trank phasenweise vermeintlich wohltuende Getränke, verringerte Zitrusfrüchte und versuchte damit herauszufinden, auf was mein Körper reagiert. Oftmals kam ich aber zu dem Entschluss, dass ich die entscheidende Änderung aufgrund vieler weiterer Umweltfaktoren gar nicht eindeutig identifizieren konnte.

Neurodermitis per Ernährungsumstellung verbessern?

Mit weiteren Jahren, die ins Land zogen und ich mich bereits mit der Krankheit abgefunden hatte, hinterfragte ich einiges in meinem Leben. Unter anderem meine Ernährungsweise. Zwar hatte ich keine Fast-Food-Ernährung, doch war sie sehr unbedacht und unstrukturiert. Da lag es nahe, mir Gedanken darüber zu machen, wie sich die Neurodermitis wohl entwickeln würde, wenn ich mein Essverhalten nicht nur ändere, sondern komplett umstelle und damit meine Ernährung der Neurodermitis anpasse. Neben der Gesundheit hat die vegane Ernährungsweise ethische Gründe – darunter der damit verbundene Verzicht auf tierische Produkte sowie positive Effekte auf den Umweltschutz und die Welternährung. Für mich überzeugende Argumente.

Gesagt, getan, würde man jetzt sagen. Ganz so einfach war es dann allerdings nicht. Solch eine enorme Veränderung muss zuvor gut durchdacht werden. Das Hinzuziehen eines betreuenden Arztes ist wärmstens zu empfehlen.

Ein Schritt nach dem anderen: erst vegetarisch, dann vegan

Die Umstellung sollte nicht abrupt stattfinden. Vielmehr sollte eine phasenweise Einführung eingeleitet werden. Andernfalls setzt man den Körper und damit verbunden die Haut unter noch viel größeren Stress, was wiederum zu Reaktionen der Haut führen kann. So begann meine Umstellung damit, dass bestimmte Lebensmittelgruppen aussortiert wurden. Da ich mich generell nicht zu den Menschen zählte, die einen großen Bezug zu Fleisch hatten, war das die erste Umstellung auf dem Weg zur veganen Ernährung.

Und an dieser Stelle muss man einfach mal erwähnen, wie verbreitet vegetarische Ernährung in Restaurants, Bars und weiteren Lokalitäten doch ist. Nahezu überall und zu jedem Zeitpunkt lässt sich die vegetarische Ernährungsweise in unser Leben einbinden.

Das reichte mir jedoch nicht. Ich wollte diesen Weg weiter vorantreiben und mich zur Veganerin entwickeln. Einige Wochen später standen sämtliche Milchalternativen in meinem Kühlschrank, denn das war der Schritt in die nächste Runde. Auch wenn ich kein großer Milchfan war, mein Kaffee hatte immer einen kleinen Schuss Milch. Ich muss gestehen, die Suche nach der perfekten Milchalternative hat so lange gedauert, dass ich meinen Kaffee mittlerweile schwarz trinke. Nichtsdestotrotz probierte ich mich in allen Varianten der Milchalternativen aus. Auf dem Weg zur waschechten Veganerin lernt man in diesem Zuge auch, dass es keine Mandel-, Hafer- oder Sojamilch ist. Denn: Milchersatz darf in der EU nicht mit der Bezeichnung Milch in Bezug gebracht werden. Die Verordnung beschreibt nämlich, dass der Ausdruck „Milch“ ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion ist, weshalb Produkte im Handel als „Hafergetränk“ oder „Haferdrink“ verkauft werden.

Tatsächlich konnte ich mich für eines dieser Getränke als Alternative zur Milch entscheiden und backe damit beispielsweise Kuchen.

Der Reichtum der veganen Küche

Ständig war ich auf der Suche nach inspirierenden veganen Rezepten. Ich recherchierte sehr viel und bin erstaunt, welche Produktvielfalt heutzutage auf dem Markt erhältlich ist. Nahezu jedes Gericht lässt sich veganisieren. Der Markt hat sich in den letzten Jahren sehr stark in dieser Branche entwickelt.

Auf diese Weise konnte ich immer mehr vegane Alternativen in meinen Alltag einbinden und dadurch sehr viel Neues in der Küche kennenlernen. Der Schafskäse forderte mich jedoch am längsten heraus, sodass sich diese Umstellung einige Monate hinzog, bis ich mich endgültig von ihm trennen konnte. Vollends abschließen konnte ich meine Suche nach dem perfekten Käse noch nicht.

Umstellung mit Hindernissen: für weniger Neurodermitis-Schübe und eine bessere Lungenfunktion

Und obwohl ich wie bereits beschrieben die Umstellung sehr langsam anging und dem Körper die Zeit gab, die er benötigte, war sie zu Beginn jedoch eine Tortur für meine Haut. Mit jeder Änderung traten (juckende) Ausschläge im Gesicht sowie am Körper auf. Den Spruch „Wahre Schönheit kommt von innen“ habe ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht verstanden und tatsächlich spielt es für die Haut eine sehr wichtige Rolle, was dem Körper zugeführt und durch den Darm geschleust wird. Ich konnte Tag für Tag zusehen, wie sich die Haut beruhigte, der Darm immer weniger verrücktspielte und der Körper langsam zur Ruhe kam. Diese Phase lässt sich in meinem Leben sehr gut als „Reinigungsphase“ bezeichnen.

Mittlerweile denke ich, zu dieser Zeit war diese Umstellung genau das Richtige für mich und meinen Körper. Auch wenn ich einige Hürden überwinden musste, meine Haut dankt es mir. Sie ist reiner und fühlt sich generell weich und elastisch an. Schübe treten seltener auf. Noch viel einschneidender hatte es Auswirkungen auf mein Asthma, denn dieses wandelte sich um 180 Grad. Während ich noch vor einiger Zeit jeden Tag das Asthmaspray benötigte, verbesserte sich mein Zustand immer mehr in eine positivere Richtung, sodass ich heute sagen kann, dass ich mein Spray selten verwende. Glücklicherweise konnte mir mein Lungenarzt bestätigen, dass sich meine Lungenfunktion in den letzten Monaten super entwickelt hat.

Gerne möchte ich erwähnen, dass dies keine Anleitung ist, Neurodermitis in den Griff zu bekommen. Wie jede Haut unterschiedlich sein kann, können ebenfalls die gesammelten Erfahrungen voneinander abweichen. Auf meinem Weg zur Gesundheit war die Ernährungsumstellung ein sehr großer Bestandteil, den ich aktuell auch nicht ändern möchte. Ich bin zufrieden, wie mein Körper mit diesen Umständen umgeht und fühle mich wohl in meiner Haut.

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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (Atopischen Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

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Behandlungsmöglichkeiten.

Neurodermitis kann heute mit modernen Therapien gezielt behandelt werden. Eine individuelle Behandlung ist oft der erste Schritt hin zu mehr Selbstwertgefühl.

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