Dekoratives Element Großes blaues N.
Ein Porträt von Julia.
Lisa

KW 51, 21.12.2022

Dekoratives Element Illustration eines Druckers.
Neurodermitis im Alltag

Eine Reha für die Besserung der Neurodermitis

Eine Reha bei Neurodermitis zu beantragen – diesen Tipp habe ich von einigen Bekannten bekommen. Ich habe mich anschließend darüber informiert und beim nächsten Arzttermin das Thema aktiv angesprochen. Anschließend hat mir der Arzt weitere Informationen zu dieser Möglichkeit an die Hand gegeben. So kamen wir auf das Thema „Reha" und ein neues Abenteuer begann.

Die Vorbereitung

Gemeinsam mit unserem Arzt habe ich verschiedene Unterlagen zum Krankheitsbild ausgefüllt. Dies war für mich der einfachste Weg, da der Arzt sowieso einen Teil des Antrages selbst ausfüllen muss. Die Formulare gibt es jedoch auch im Internet bei der Rentenversicherung oder der Krankenkasse. Je nach Alter und Berufsstand wird der Antrag bei der Krankenkasse oder Rentenversicherung gestellt. Grundsätzlich kann jeder unabhängig seines Alters eine Reha beantragen. Zu unserem Antrag auf eine sogenannte „Kind-Mutter-Reha“, wo die Behandlung des Kindes im Vordergrund steht, wurden ebenfalls die Patientenunterlagen eingereicht. Dann hieß es für meine Tochter und mich warten, bis der Bescheid von der Rentenversicherung kam.

Auch bei der zweiten Reha lief es ähnlich. Ich hatte mir jedoch selbst die Unterlagen von der Krankenkasse zuschicken lassen, die beim Beantragen auch als Ansprechpartner fungieren können. Zusätzlich habe ich ein Schreiben der Kita mit angefügt – eine Beurteilung der Erzieherin bzgl. der Auswirkungen der Neurodermitis im Kindergartenalltag. Weiterhin habe ich unsere persönliche Fotodokumentation eingeschickt. Hierbei habe ich einen frankierten Rücksendeumschlag und ein Anschreiben beigefügt, mit der Bitte, mir diese wieder zurückzusenden. Alles hat ohne größere Probleme funktioniert. Danach hieß es wieder warten, bis die Antwort von der Klinik kam.

Nach nur ca. vier bis sechs Wochen habe ich dann eine Rückmeldung der Krankenkasse mit Zusage und Zeitraum unserer Reha per Post erhalten.

Die Reha

Beide Reha Aufenthalte fanden an der Nordsee statt und gingen über einen Zeitraum von vier Wochen.

Bei Neurodermitis eignen sich, aufgrund der klimatischen Bedingungen, besonders die Nord- und Ostsee, die vorgelagerten Inseln sowie die Berge für eine Reha.

Als Elternteil hat man die Möglichkeit, die Reha mit dem Kind gemeinsam zu machen. Daher nennt man es auch Kind-Mutter- oder Kind-Vater-Reha. Hierbei steht das erkrankte Kind im Vordergrund. Da auch Eltern bei der Durchführung der Behandlung mitverantwortlich sind, werden sie bei einer stationären Reha-Maßnahme mit aufgenommen.

Der Inhalt war breit gefächert, verschiedene Themen wurden besprochen und erklärt. Vom Begriff Neurodermitis, theoretisches Wissen über Ernährung bis hin zu „spezielleren" Themen, wie das Beantragen eines Behindertenausweises, war eigentlich alles dabei, was das Thema Neurodermitis betrifft.

Praktischerweise erhielt meine Tochter verschiedene Salben, Therapien, Ölbäder und Entspannungen. Es gab auch Schulungen direkt für Kinder. Verständlich für die Kleinsten wurde das Thema erklärt und nahegebracht. Als Elternteil hatte ich auch verschiedene Schulungen zu den genannten Themen. Weiterhin gab es Sport-Einheiten oder auf Wunsch Ergotherapie und weitere Angebote.

Bei beiden Reha-Besuchen wurden sämtliche Kosten übernommen. Die erste Reha wurde von der Rentenversicherung bezahlt. Das zweite Mal hat die Krankenkasse die Kosten getragen. Welchen ausschlaggebenden Punkt es für die Übernahme gab, kann ich nicht sagen. Ich vermute, dass die „Notwendigkeit" der Reha für die Besserung der Gesundheit ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung war.

Mein Fazit

Bei beiden Reha-Aufenthalten konnte ich eine Besserung der Haut feststellen. Im September 2017, während der ersten Reha, hat es die vier Wochen benötigt, damit die Haut stabil wurde. Beim zweiten Mal, im März 2019, waren nach nur fünf Tagen fast alle Hautstellen wieder weg. In dieser Zeit hatten wir noch keine weiteren Anwendungen. Ich war sehr positiv überrascht und natürlich sehr froh und glücklich über die schnelle Besserung der Haut. Woran die schnelle Veränderung lag, kann ich jedoch nicht genau sagen.

Eine Reha würde ich jedem empfehlen, vor allem den Betroffenen, die diese Möglichkeit noch nicht genutzt haben und hoffnungslos sind. Natürlich aber auch allen anderen, Erwachsenen sowie Kindern.

Wirklich gut fand ich, dass wir viel Freizeit hatten. Dies ziehe ich aber darauf zurück, dass meine Tochter zum Zeitpunkt der Reha erst knapp drei bzw. vier Jahre alt war. Somit gab es im Vergleich eher weniger Termine. Die Freizeit konnten wir für uns nutzen, haben der Haut dank viel Zeit am Meer einen Gefallen getan und die Heilung somit zusätzlich unterstützen können. Die Termine, die wir hatten, waren für uns stressfrei und gut zu organisieren.

Meine Erwartungen an die Reha waren kurz und knapp gesagt:

  • Eine Besserung der Haut. Beide Male haben wir hier sehr gute Erfahrungen gemacht.
  • Zur ersten Reha hatte ich die zusätzliche Erwartung, mehr Informationen über das Thema Neurodermitis zu erhalten, darunter auch Therapiemöglichkeiten und mögliche Ursachen. Auch das wurde (beide Male) erfüllt.

Zusammenfassung

Habt Ihr oder Euer Kind sichtbare und spürbare Beschwerden, versucht den Weg mit einer Reha. Heftet bei der Beantragung so viel Material wie möglich an.

Uns persönlich haben die Reha-Besuche an der Nordsee sehr geholfen. Konzentriert Euch währenddessen auch nur auf Euch (und Euer Kind).

 

MAT-DE-2205186-1.0.-10/2022

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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (atopische Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

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