Eine Steinbalance Figur. Im Hintergrund ist ein Strand zu erkennen. Dekoratives Element Großes blaues N.
Medine lächelt in die Kamera.
Medine

KW 1, 08.01.

Dekoratives Element Illustration eines Druckers.
Neurodermitis im Alltag

Neurodermitis – mein unsichtbarer Freund

Ob vegane Ernährung oder ihre fünf wirksamsten Hautpflegetipps für den Winter, unsere Bloggerin Medine hat schon einiges zu ihrem Umgang mit Neurodermitis & Co mit uns geteilt. Höchste Zeit also für ein persönliches Gespräch! Darin geht es auch darum, wie sie gelernt hat, mit ihrer Erkrankung zu leben.

Seit wann hast du Neurodermitis?

Ausgebrochen ist die Krankheit bei mir im Kindesalter von 3 Jahren. Sie begleitet mich daher schon fast das ganze Leben.

Medine lacht in die Kamera, das Gesicht auf die Hand gestützt. Großes blaues N.

Wie macht sich die Neurodermitis bei dir bemerkbar?

Je nach Jahreszeit und Stresspegel habe ich immer wieder Ausschläge, die teilweise am ganzen Körper auftreten können, vor allem aber an Stellen wie den Mundbereich, die Ellen- und Kniebeugen sowie an den Händen macht sich die Krankheit meist bemerkbar. Diese Bereiche sind dann betroffen von starkem Juckreiz und manchmal anschließend von offenen oder sehr trockenen Stellen. Es gibt allerdings auch Phasen, in denen weder Ausschläge noch Juckreiz auftreten. Diese Phase bezeichne ich gerne als „Erholungsphase“ für die Haut.

Hast du neben Neurodermitis, Asthma und Nasenpolypen auch Allergien?

Ja, ich habe Allergien wie Hausstaub-, Tierhaar- und Nahrungsmittelallergien. Bei einem kürzlich durchgeführten Allergietest wurden weitere Allergien gegen Kobaltchlorid, welches in Modeschmuck, Scheren und Reißverschlüssen verarbeitet wird, sowie Perubalsam festgestellt, welches in Kosmetika oder Nahrungsmittel, insbesondere bei Schokolade, vorkommen kann.

Eine weiße Tasse mit Taschentüchern und einem Medikament liegen stehen nebeneinander. Dekoratives Element

Wann haben sich diese Erkrankungen das erste Mal bemerkbar gemacht?

Sämtliche Allergien kamen nach und nach und traten im Jugendalter auf. Asthma hat sich ebenfalls nach der Diagnose dieser Allergien bemerkbar gemacht.

Wusstest du vor der Diagnose, das mit einer Neurodermitis häufig auch weitere chronische Erkrankungen einhergehen?

Mit Neurodermitis bin ich aufgewachsen, mich gibt es also quasi gar nicht anders. Aber wenn man sich mit der Krankheit befasst und auseinandersetzt, lernt man relativ schnell, dass mit dieser Krankheit ebenfalls weitere Erkrankungen in Verbindung stehen.

Wie gehst du mit diesen Erkrankungen um? Wie beeinflussen sie deinen Alltag?

Meiner Meinung nach spielt Akzeptanz eine sehr große Rolle. Im ersten Schritt akzeptiere ich die Erkrankung, im zweiten Schritt respektiere ich sie und im dritten Schritt schaue ich, wie ich am besten damit umgehen kann. Ich fordere sie nicht heraus, indem ich mir für mich schädliche Produkte auf die Haut auftrage. Ich komme ihr entgegen und kann damit die Krankheit „ganz leicht“ in meinen Alltag einbinden. Morgens pflege ich sie mit meinen Produkten, damit die Haut genügend Flüssigkeit aufnehmen kann, trinke sehr viel, damit auch die Haut von innen gestärkt ist, und bei Bedarf schenke ich ihr mit Cremes mehr Aufmerksamkeit. Damit lässt sich mit der Erkrankung sehr gut leben.

Wenn du Neurodermitis mit einem Satz beschreiben müsstest – wie würde dieser lauten?

Mein unsichtbarer Freund, um den ich mich kümmern muss.

Hast du Tipps für andere Betroffene?

Ganz wichtig, egal wie sehr die Krankheit Oberhand gewinnen möchte: Lasst euch eure Lebensfreude und eure liebsten Dinge nicht nehmen.

Vielen Dank für das Interview, Medine!

Bilder: © Medine Dalkilic

MAT-DE-2007190 v1.0 (10/2022)

Dekoratives Element

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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (atopische Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

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Wer seine Haut kennt, Routine in der Behandlung und Pflege entwickelt und auf seine persönlichen Bedürfnisse achtet, tut bereits viel dafür, um die Neurodermitis zu kontrollieren. Unsere Lernmodule unterstützen Dich dabei, Dein Leben mit Neurodermitis aktiv zu gestalten.

Behandlungsmöglichkeiten

Neurodermitis kann heute mit modernen Therapien gezielt behandelt werden. Eine individuelle Behandlung ist oft der erste Schritt hin zu mehr Selbstwertgefühl.

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