Julia telefoniert – sie teilt ihre Erfahrungen rund um Neurodermitis im Arbeitsalltag und mit der Familie
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Julia telefoniert – sie teilt ihre Erfahrungen rund um Neurodermitis im Arbeitsalltag und mit der Familie
Neurodermitis im Alltag
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Was für mich normal ist, wird von anderen bewundert

Vor einigen Wochen hatten wir in der Firma ein Team-Event. Die Aufgabe lautete, eine Kollegin oder einen Kollegen auszuwählen, in dessen Haut oder Leben wir für einen Tag schlüpfen möchten – und zu erklären, warum. Zu meiner Überraschung wählte eine Kollegin mich.

Ihre Begründung: Sie bewundere mein Zeitmanagement, meine Kreativität und meine Fähigkeit, scheinbar mühelos alles unter einen Hut zu bekommen – Bürojob, Selbstständigkeit, Kinder, Haushalt und meine vielen kreativen Hobbys. Ich war ehrlich gesagt erstaunt. Für mich fühlt sich das alles ziemlich „normal“ an.

Der tägliche Balanceakt zwischen Job, Familie und Neurodermitis

Als ich über ihre Worte nachdachte, wurde mir wieder bewusst, dass das, was mir selbstverständlich erscheint, tatsächlich eine enorme Leistung ist. Arbeit, Familie und Neurodermitis unter einen Hut zu bringen, bedeutet oft, einen echten Spagat zu meistern.

Die Doppelbelastung durch Job, Familie und Selbstständigkeit fühlt sich manchmal an wie ein Jonglierakt: In meiner Festanstellung bin ich Teil eines Teams, mit klaren Strukturen und festen Abläufen – das gibt mir Sicherheit. In meiner Selbstständigkeit dagegen bin ich meine eigene Chefin, aber eben auch Buchhaltung, Marketing und Assistenz in einer Person.
Und dann ist da meine Familie. Kinder, Haushalt, Termine – all das gehört zu meinem Alltag mit Neurodermitis dazu. Auch wenn meine Familie mein größter Rückhalt ist, bedeutet sie gleichzeitig einen Teil des täglichen Energieverbrauchs.
Gerade in besonders stressigen Phasen zeigt sich meine Neurodermitis mit voller Wucht.
Offene, trockene Stellen und Juckreiz werden stärker – ein deutliches Zeichen dafür, dass es wieder zu viel geworden ist.

Perfektion? Weniger ist mehr

Der Arbeitsstress und die Belastung durch Familie und Beruf wirken sich unmittelbar auf meine Hauterkrankung aus. Ich habe gelernt, diese Signale ernst zu nehmen. Meine Haut ist mein Frühwarnsystem. Wenn sie aufblüht, weiß ich: Es ist Zeit, innezuhalten.

Früher hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich abends einfach keine Energie mehr hatte, aktiv zu sein oder noch etwas zu unternehmen. Heute weiß ich: Ich muss nicht perfekt funktionieren.
Diese Erkenntnis hat nicht nur mir gutgetan, sondern ist auch ein Vorbild für meine Familie! Meine Kinder lernen früh, dass es wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und seine Grenzen zu respektieren. Das ist vielleicht sogar eine der wertvollsten Erfahrungen, die wir aus der Kombination von Familie und Neurodermitis sammeln konnten.

Work-Life-Balance mit Neurodermitis – ein Prozess, kein Ziel

Die Balance zwischen Arbeit, Familie und Neurodermitis zu finden, ist ein fortlaufender Prozess. Es gibt Tage, an denen alles leicht und harmonisch läuft, und Tage, an denen ich bewusst einen Gang zurückschalten muss.
Ich sehe meine Haut inzwischen als meinen inneren Kompass. Sie erinnert mich immer wieder daran, dass Gesundheit und innere Ruhe wichtiger sind als jede Deadline.
Neurodermitis, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, ist herausfordernd – aber möglich. Mit Achtsamkeit, gutem Zeitmanagement und dem Mut, auch mal „Nein“ zu sagen, gelingt es mir Schritt für Schritt, die eigene Work-Life-Balance trotz Neurodermitis zu finden.
Und manchmal darf ich mir dafür ruhig selbst auf die Schulter klopfen. 😊

Wenn Du mehr zu meinen Tipps zur Stressbewältigung sowie Erfahrungen im Familienalltag mit Neurodermitis lesen möchtest, findest Du dazu ebenfalls Beiträge von mir auf dem Blog.
Meine Neurodermitis als innerer Kompass
Meine Haut ist mein Frühwarnsystem. Wenn sie aufblüht, weiß ich: Es ist Zeit, innezuhalten.
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