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Medine

KW 11, 18.03.

Neurodermitis im Alltag

Meine Putzroutine

Liebes Tagebuch,


ich möchte dir davon erzählen, was bei mir heute im Fokus stand: meine wöchentliche Putzeinheit.


Das klingt sicher sehr langweilig für dich und du möchtest interessantere Dinge über mich erfahren. Du weißt allerdings auch, dass ich Neurodermitis habe und diesbezüglich auf meine Haut achten muss. Du hingegen hast eine glatte, faltenfreie, weiche Haut, die sich sanft um deine Tagebuchblätter schmiegt und dich glänzen lässt. Sei dir sicher, ich würde auch einiges geben, um so auszusehen, wie du!


Du weißt, ich liebe die Sauberkeit und fühle mich nicht wohl, wenn Unordnung herrscht. Ich liebe den Geruch frisch gewaschener Wäsche und den Anblick von glänzendem Boden und staubfreien Ablagen. Einmal in der Woche steht deshalb das Putzen im Vordergrund. An verbleibenden Tagen unterstützen mich der Saugroboter sowie der Luftreiniger im Haushalt. Wahre Helden - ich sag‘s dir!


Du weißt, am Putztag wird alles auf den Kopf gestellt. Sogar du wirst desinfiziert ;) Sofern die Waschmaschine nicht bereits unter der Woche lief, läuft sie am Putztag so lange, bis keine Wäsche im Wäschekorb liegt. Es wird gesaugt, gewischt und alles an Ort und Stelle geräumt.


Für eine putzaffine Person wie mich klingt das herrlich. Um die Putzeinheit allerdings so durchführen zu können, musste ich mir einiges überlegen. Die Sauberkeit wird dadurch zwar erlangt, auf der anderen Seite ist diese Maßnahme jedoch sehr strapazierend für meine Haut.


Feucht, nicht nass!

Ich beginne zunächst in der Küche. Hier werden die Herdplatte und die Arbeitsfläche gereinigt. Ich verwende dafür meist einfach nur hautfreundliches Spülmittel. Gleich vorweg, in allen Situationen trage ich Einmalhandschuhe und sorge dafür, dass meine Hände nicht ständig in Kontakt mit Putzmitteln und Wasser kommen. Alle Gerätschaften und weitere Flächen werden mit feuchten Tüchern abgewischt, damit sich kein Staub absetzt. Sollte außerhalb des Putztages die Herdplatte oder andere Gerätschaften verschmutzt sein, wird das sofort entfernt. Während der Reinigung öffne ich das Fenster und lüfte durch.


Anschließend geht es in den Schlaf-/ Wohn- und Essbereich über. Hier stehen einige Dekoartikel, Regale und Leuchten. Diese wische ich ebenfalls mit feuchten Putztüchern ab. Du siehst, ich verwende häufig feuchte Tücher. Mit einem Lappen, welchen ich ständig unter Wasser reinigen müsste, würden die Hände selbst mit Einmalhandschuhen feucht werden, dadurch strapaziert und porös. So sorge ich dafür, dass die Hände durch den Schutz der Einmalhandschuhe und die leichte Feuchtigkeit der Tücher nicht austrocknen. Außerdem sorgen Reinigungsmittel mit Sprühfunktion für einen sehr feinen Ausstoß, der schnell in die Atemwege gelangt, deshalb verzichte ich auf diese ebenfalls so gut es geht.


Alle nicht abwischbaren Oberflächen sauge ich mit dem Staubsauger ab, hierzu zählt beispielsweise die Couch. So arbeite ich mich von Zimmer zu Zimmer und von oben nach unten fort. Beim Betreten der jeweiligen Räume öffne ich die Fenster, damit sich die Staubzirkulation während des Reinigungsprozesses nicht nur im Zimmer abspielt.


Sobald alle Oberflächen gereinigt sind, lasse ich den Saugroboter laufen und sauge parallel mit dem Staubsauger die Stellen ab, die der Roboter nicht erreicht.


Nach der Wohnung bin ich an der Reihe!

Anschließend wische ich den Boden.


Bei diesem Vorgehen fasse ich niemals in das Wasser, um den Wischmopp auszudrücken. Ich würde meiner Haut damit großen Schaden zufügen. Das überlasse ich der Wasserpresse des Wischmopp-Eimers. Wenn es überall glänzt und blitzt, bin ich zwar fix und fertig, meine 4 Wände jedoch super rein. Nun muss ich mich um mich kümmern. Um mich von dem aufgewirbelten Staub sowie den Resten der Reinigungsmittel auf meiner Haut und meinen Haaren zu befreien, springe ich nach dem Reinigungsvorgang unter die Dusche. Danach creme ich mich ausgiebig ein und kann mich mit meiner Tasse Kaffee auf der Couch ausruhen.

Und nun, liebes Tagebuch, fasse ich einige Punkte zusammen:

1. Hände sollten nicht ständig mit Wasser in Kontakt kommen

2. Einmalhandschuhe tragen

3. Eher auf feuchte Tücher zum Staubwischen zurückgreifen

4. Wenn möglich, einmal die Woche gründliche Reinigung vornehmen

5. Räume während des Putzvorgangs lüften

6. Nach dem Putzvorgang abduschen bzw. gründlich Hände waschen

7. Nach dem Händewaschen/Duschen eincremen

Bilder: © Medine Dalkilic

MAT-DE-2100746 v1.0 (02/2021)

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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (Atopischen Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

Neurodermitis kennenlernen.

Wer seine Haut kennt, Routine in der Behandlung und Pflege entwickelt und auf seine persönlichen Bedürfnisse achtet, tut bereits viel dafür, um die Neurodermitis zu kontrollieren. Unsere Lernmodule unterstützen Dich dabei, Dein Leben mit Neurodermitis aktiv zu gestalten.

Behandlungsmöglichkeiten.

Neurodermitis kann heute mit modernen Therapien gezielt behandelt werden. Eine individuelle Behandlung ist oft der erste Schritt hin zu mehr Selbstwertgefühl.

Neurodermitis-Blogger.

Was im Alltagsleben mit Neurodermitis wirklich hilft und wichtig ist, wissen sie am besten – unsere Blogger. Auf der Website Leben mit Neurodermitis erfährst Du, was andere Betroffene erlebt haben, was sie im Leben mit Neurodermitis gelernt haben und was ihnen Mut macht. Gestalte auch Dein Leben – trotz Neurodermitis.

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