Eine Frau sitzt mit geschlossenen Augen im Schneidersitz auf einem Bett. Dekoratives Element Großes blaues N.
Ein Porträt von Aylin.
Aylin

KW 13, 30.03.2022

Dekoratives Element Illustration eines Druckers.
Neurodermitis im Alltag

Meditation vs. Krafttraining – Wie baue ich Stress am besten ab?

Dass Stress ein Trigger von Neurodermitis sein kann, ist keine neue Erkenntnis. Aber wie geht man mit dem Thema Stress am besten um? Ist Stress überhaupt dauerhaft vermeidbar? Ich habe für mich selbst festgestellt, dass mich ein voller Wochenplan stresst – besonders, wenn ich meine Tagesziele nicht erreiche. Daher habe ich meine Termine und Ziele reduziert und mich gefragt, was ich überhaupt realistisch umsetzen kann. Jetzt gibt es nur noch einen „Programmpunkt“ pro Tag, wie beispielsweise einen Fitnessstudio-Besuch oder einen Putztag. Und es darf auch gerne mal nur „Entspannung“ als Tageseintrag im Kalender stehen.

Dass das allein jedoch nicht ausreicht, merke ich regelmäßig, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme. Mein Kopf lässt sich nur langsam in den Freizeit-Modus umstellen. Die innere Unruhe bleibt. Deshalb habe ich einen Selbstversuch gewagt und mich jeweils 7 Tage mit zwei sehr unterschiedlichen Entspannungs-Methoden auseinandergesetzt: Meditation und Krafttraining. Meine Gedanken, Erfolge und Rückschläge habe ich täglich festgehalten und möchte sie nun im Folgenden teilen:

Meditation

Tag 1:

Da das Thema Meditation Neuland für mich ist, entscheide ich mich für ein angeleitetes Video, welches für Anfänger gedacht ist. Leider ist schon das ruhige Sitzen im Schneidersitz eine Herausforderung für mich, denn plötzlich juckt und kribbelt es an den unterschiedlichsten Stellen. Eine Konzentration auf meine Gliedmaßen und meine Atmung ist mir einfach nicht möglich. Die Stimme der anleitenden Person empfinde ich als störend. Ich wechsele zu einem Video mit instrumenteller Entspannungsmusik und lege mich für 5 min ruhig auf den Rücken. Erst in Rückenlage und ohne meditative Elemente finde ich zur Ruhe. Das war ein schwieriger Start …

Tag 2:

Ich wähle wieder eine bequeme Liegeposition und starte erneut mit einer angeleiteten Meditation. Ich kann mich für ca. 4 min auf die Anleitung einlassen, dann schweifen meine Gedanken ab.

Tag 3:

Nächster Versuch im Liegen: Heute gelingt mir eine bessere Konzentration auf meine Atmung und meinen Körper. Ich habe das erste Mal das Gefühl, dass ich wirklich entspanne.

Tag 4:

Mit wenigen Unterbrechungen meditiere ich heute 10 Minuten. Wären da nicht ständig die Gedanken, die mich abschweifen lassen …

Tag 5:

Heute habe ich versucht, mich intensiv auf eine 5-Minuten-Meditation einzulassen. Es ist mir gelungen! Nach dem Augenöffnen werde ich mit einem Erholungsgefühl belohnt.

Tag 6:

Heute hätte ich nach der Arbeit einen Kaffee gebraucht. Diesen konnte ich jedoch getrost weglassen, denn durch die 5-Minuten-Meditation habe ich genug Energie getankt.

Tag 7 und Fazit:

Die 5-Minuten-Meditaton hat sich für mich bewährt. Auch heute nutze ich die Meditation für einen Energieschub. Es überrascht mich, dass sich dadurch das Wohlbefinden verbessern lässt und ich mich schlussendlich so gut darauf einlassen konnte. Ich werde diese Entspannungstechnik beibehalten und sie besonders an stressigen Tagen für mich nutzen.

Bild einer Fitnessfläche mit verschiedenen Trainingsgeräten.

Krafttraining

Tag 1:

Heute fahre ich direkt nach der Arbeit zum Fitnessstudio. Die nötige Motivation ist zwar da, aber bleibt sie auch bestehen? Und wie wird meine Haut darauf reagieren? Nach einem 45-minütigen Krafttraining fahre ich nach Hause. Ein erster Vorteil macht sich schon bemerkbar: Ich habe das Duschen und Eincremen für heute schon erledigt. Am Abend merke ich dann, dass mich das Training ganz schön geschafft hat.

Tag 2:

Da ich gestern sowohl Muskeln im Oberkörper als auch in den Beinen beansprucht habe, entscheide ich mich für ein 30-minütiges Cardiotraining. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und möchte den Wechsel von Kraft- und Cardiotraining beibehalten.

Tag 3:

Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, dass es nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio geht. Wobei mir heute das Sofa lieber wäre. Nach dem Training stelle ich aber fest: Ich fühle mich wohl und ausgeglichen.

Tag 4 und Tag 5:

Ich bleibe diszipliniert und es lohnt sich: Ich kann den Arbeitsalltag vergessen und den Stress beim Training abbauen. Die körperlichen Erfolge werden wohl noch auf sich warten lassen.

Tag 6:

Auch heute, an einem Samstag, habe ich das Training nicht ausfallen lassen. Mich hat der Ehrgeiz gepackt.

Tag 7 und Fazit:

Nach dem Training fühle ich mich auch heute wieder gut. Die sieben Tage haben mir gezeigt, dass ich beim Sport gut abschalten kann und sich das mit meiner Haut auch gut vereinbaren lässt. Dennoch ist ein tägliches Sport-Programm nicht auf Dauer für mich umsetzbar, denn in dieser Zeit sind einige Termine und Planungen von mir aufgeschoben worden. Dies könnte im Nachhinein wieder neuen Stress und Termindruck bedeuten. Man muss nicht jeden Tag aktiv werden, sondern für mich geht es mehr darum einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Deshalb baue ich jetzt zwischen meinen Sporteinheiten auch mehr Pausen ein. Da ich auch Gefallen an der Meditation gefunden habe, kann ich mir zukünftig einen Wechsel zwischen Krafttraining und Meditation zur Stressbewältigung sehr gut vorstellen.

MAT-DE-2200982-1.0-03/2022

Dekoratives Element

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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (atopische Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

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