Neurodermitis und Allergien

Hot and Cold – Neurodermitis im Winter

Medine Dalkilic
KW 47, 19.11. (Donnerstag)

Hallo!
Ich bin Medine Dalkilic

Als Neurodermitikerin und Asthmatikerin bin ich in meinem Leben manchmal eingeschränkt.

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Wenn draußen klirrende Kälte herrscht, drinnen die warme Heizungsluft bläst und Kerzen die Kuschelmomente versüßen….

Kämpfen Neurodermitiker besonders stark mit ihrer Krankheit. Die Haut spannt. Sie fühlt sich trocken und unelastisch an. Purer Stress für unsere sensible Haut. Besonders in den kalten Wintermonaten benötigt unsere Haut sehr viel Aufmerksamkeit. Sie ist anfälliger für gereizte, trockene und rissige Stellen.

Aber weshalb reagiert die Haut in der kalten Jahreszeit so stark?

Wie viele bereits wissen, kann die von Neurodermitis betroffene Haut den benötigten natürlichen Fettfilm durch eine Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen nicht gänzlich bilden. Dieser Fettfilm verhindert üblicherweise, dass der Haut Feuchtigkeit entzogen wird. Je kühler die Temperaturen werden, desto mehr ziehen sich die Talgdrüsen zurück. Dadurch verliert der hauchdünne Fettfilm, der für die Versorgung der Haut gebildet wird, in unserem Fall Feuchtigkeit. Ihr könnt euch vorstellen, was nun passiert. Der Wassergehalt der Haut sinkt, zurück bleibt eine trockene, spannende Haut. Es entstehen Risse, die das Eindringen von Bakterien und anderen Erregern befeuern. Doch damit nicht genug: Die Temperaturunterschiede von trockener, warmer Heizungsluft zur nassen, kalten Außenluft strapaziert unsere Haut ungemein. Sie steht ständig im Wechsel der Temperaturen. Dies führt zu einer zusätzlichen Belastung, denn dadurch kann der gebildete Fettfilm gänzlich reißen.

Wie gehen Menschen mit Neurodermitis damit um?

Selbstverständlich wird trotzdem die Heizung angemacht. Sie sorgt dafür, dass wir es in unserem Zuhause gemütlich warm haben. Damit helfen wir unserer Haut jedoch keineswegs, denn die Erwärmung der Luft fördert die Aufnahmefähigkeit für Wasserdampf. Dadurch sinkt die Luftfeuchtigkeit im Raum, warme Luft steigt auf und wirbelt Staubpartikel auf. Enormer Stress für die Haut. Bei mir sind es vor allem die Hände, die unter diesen Umständen leiden. Sie sind ständig warmen und kalten Temperaturen ausgesetzt, werden gewaschen, desinfiziert, gerubbelt.

Meine 5 Tipps für die kalte Jahreszeit

Um meine Haut in dieser Jahreszeit zu unterstützen, nenne ich euch meine fünf Wunderwaffen, auf die ich immens achte:

  1. Sobald es etwas kälter wird (ab ca. 10° Celsius), ziehe ich Handschuhe an. Das mag komisch aussehen, aber damit schütze ich meine Haut.
  2. Da die Haut besonders beim häufigen Händewaschen porös wird, wie auf dem Bild erkennbar ist, wasche ich meine Hände mit lauwarmem Wasser. Damit sind die Temperaturunterschiede nicht ständig so stark für die Haut.
  3. Nach dem Händewaschen creme ich meine Hände ein. Auf dem Bild ist die ungeschönte Version ohne Handcreme zu sehen. Mit dem Eincremen gebe ich meiner Haut die Feuchtigkeit zurück, die ihr mit dem Händewaschen genommen wurde.
  4. Genau wie das Händewaschen, muss das Abtrocknen gelernt sein. Tupft dabei die Hände nach dem Waschen lieber ab, statt sie abzurubbeln.
  5. Sollten die Hände besonders trocken werden, bekommen sie über Nacht einen Beutel übergezogen. Was das heißt? Vor dem Schlafengehen wasche ich meine Hände noch einmal gründlich und creme sie mit einer besonders fetthaltigen Creme ein. Anschließend ziehe ich entweder Einmalhandschuhe an oder stülpe Beutel drüber und befestige diese mit Gummis am Handgelenk. So können die Hände die nötige Feuchtigkeit über Nacht aufnehmen. Glaubt mir, am nächsten Morgen sind die Hände butterweich und sehen erholt und gesund aus.

MAT-DE-2004393 v1.0 (11/2020)

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