Mann sitzt auf dem Sofa und packt sein Handgepäck für eine Reise mit Neurodermitis und Asthma
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Neurodermitis im Alltag
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Flugreisen mit Neurodermitis und Asthma: Mein Erfahrungsbericht

Wer mit empfindlicher Haut und Atemwegserkrankungen verreist, kennt das Gefühl: Vorfreude gemischt mit einer langen mentalen Checkliste. Habe ich alle Cremes dabei? Passt überhaupt alles ins Handgepäck? Was, wenn die Luft im Flugzeug meine Haut austrocknet und die Lunge reizt?

In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen mit Flugreisen bei Neurodermitis und Asthma – inklusive eines echten Game Changers bei der Sicherheitskontrolle. Viel Spaß beim Lesen!
Rainer
Name: Rainer
Geboren: 1976
Schreibt über: Neurodermitis im Alltag

Flugreisen mit Neurodermitis und Asthma: Mein Erfahrungsbericht

Rainer
Name: Rainer
Geboren: 1976
Schreibt über: Neurodermitis im Alltag
Wer mit empfindlicher Haut und Atemwegserkrankungen verreist, kennt das Gefühl: Vorfreude gemischt mit einer langen mentalen Checkliste. Habe ich alle Cremes dabei? Passt überhaupt alles ins Handgepäck? Was, wenn die Luft im Flugzeug meine Haut austrocknet und die Lunge reizt?

In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen mit Flugreisen bei Neurodermitis und Asthma – inklusive eines echten Game Changers bei der Sicherheitskontrolle. Viel Spaß beim Lesen!

Das Handgepäck-Dilemma: Wenn Hautpflege zur Rechenaufgabe wird

Lange Zeit war das Packen meiner Cremes für mich ein Puzzle mit zu vielen Teilen. Die bekannte Regel: maximal ein Liter Flüssigkeiten, verteilt auf 100-ml-Behälter in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel. Klingt machbar – bis man bedenkt, dass Cremes und Lotionen bis hin zum Duschgel als Flüssigkeiten gelten. Meine minimalistische Hautpflege für Reisen mit Neurodermitis sieht deshalb so aus: Creme für morgens und abends, spezielle feuchtigkeitsspendende Produkte, dazu ein hautneutrales Duschgel. Die Originalgebinde fassen jedoch meist 200 bis 500 ml. Also heißt es: Umfüllen in kleine Döschen und Fläschchen. Das Problem dabei:

  • Unpraktisch: ständiges Nachfüllen, Suchen nach passenden Behältern
  • Unhygienisch: offene Cremes trocknen schneller aus, Keime können eindringen
  • Unzureichend: bei fünf bis sechs Übernachtungen reicht ein Liter bei zweimal täglicher Pflege kaum aus

Und ein Attest vom Dermatologen besorgen? Theoretisch möglich, aber dies bezieht sich auf wirkstoffhaltige Medikamente – nicht auf die Basiscremes, die ich ebenso dringend brauche. Und im Ausland dieselben Produkte finden? Oft schwierig. In Spanien etwa sind medizinische Hautpflegeprodukte nicht nur schwer erhältlich, sondern auch deutlich teurer als in Deutschland.

Die neue zwei Liter-Regel: Ein Game Changer für Neurodermitis-Betroffene und Allergiker auf Reisen

Seit einiger Zeit gibt es an ausgewählten Flughäfen – darunter auch am Flughafen Berlin BER – eine neue Scannertechnologie für das Handgepäck. Und die verändert alles: Bis zu zwei Liter Flüssigkeiten sind erlaubt, unabhängig von der Größe der einzelnen Behälter. Das heißt, ich kann meine 200-ml-Lotion mitnehmen, ohne sie umzufüllen. Dadurch habe ich wesentlich weniger Stress und damit bereits auch oft einen besseren Hautzustand.

Aber ein wichtiger Hinweis für den Rückflug: Nicht jeder Flughafen verfügt bereits über diese neuen Scanner. Beim Rückflug aus dem Urlaub kann daher wieder die alte ein Liter-Regel gelten. Vor der Reise also unbedingt prüfen, welche Regelung am Abflughafen gilt – oder sicherheitshalber kleinere Back-ups einpacken. Teils sind auch alte und neue Scannertechnologien parallel im Einsatz: Dann am besten auf das Sicherheitspersonal zugehen und die Situation darlegen, dann wird man ziemlich sicher in die richtige Schlange geschickt.

Meine Erfahrungen mit der Sicherheitskontrolle am Flughafen

Auch mit der neuen Technologie gilt: Vorbereitung spart Zeit und Nerven. Bei meinem letzten Flug hatte ich meine Cremes quer im Rucksack verteilt – und die Sicherheitsbeamtin musste minutenlang alles durchsuchen. Das war weder für sie noch für mich angenehm.

Mein Tipp: Alle Flüssigkeiten in einer separaten Tasche bündeln und beim Sicherheitscheck obenauf legen. So geht die Kontrolle schnell und man startet entspannter in den Urlaub.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Asthmasprays geboten: Dosieraerosole wie mein Notfallspray stehen unter Druck und werden grundsätzlich extra überprüft. Deshalb lege ich sie immer ganz oben ins Gepäck – das beschleunigt den Prozess erheblich.
Offene Tasche mit Reiseutensilien, darunter Kosmetiktasche und Hygieneartikel

Griffbereit im Flugzeug: Meine Reiseapotheke bei Neurodermitis und Asthma fürs Handgepäck

Die Flugzeugluft bei Neurodermitis ist eine Herausforderung für sich: Es herrscht eine extrem niedrige Luftfeuchtigkeit, oft unter 20 Prozent. Meine Haut spannt, die Augen werden trocken und die Atemwege reagieren gereizt.

Deshalb habe ich folgendes während des Flugs immer griffbereit:

  • Feuchtigkeitscreme für Gesicht und Hände
  • Augentropfen gegen trockene Augen (gerade als Kontaktlinsenträger wichtig)
  • Nasenspray (je nach Gesundheitszustand reicht das mit Meersalz, oder man nimmt eines mit abschwellendem Wirkstoff – dieses sollte aber nur kurzfristig verwendet werden)
  • Asthmaspray als Notfallmedikament

Diese Sachen packe ich in meinen Rucksack, den ich unter dem Vordersitz verstaue. Die größere Tasche kommt ins Gepäckfach – und dort während des Flugs heranzukommen, ist manchmal umständlich bis unmöglich.

Übrigens: Genauso handhabe ich es auch bei Bahn- oder Busreisen. Die wichtigsten Medikamente und Pflegeprodukte gehören immer in die Tasche, die ich direkt bei mir habe.

Meine persönliche Checkliste für den Urlaub:

  • Hautpflege: Basiscreme, Lotion, rückfettendes Duschgel
  • Medikamente: Asthmaspray, Antihistaminika für Allergien, Neurodermitis-Medikament / wirkstoffhaltige Creme
  • Augenpflege: befeuchtende Augentropfen
  • Nasenpflege: Nasenspray
  • Für den Notfall: Asthma-Notfallspray, ggf. Adrenalin-Pen bei schweren Allergien

Bei Nahrungsmittelallergien kommen auch noch Notfallmedikamente dazu – gerade beim Essengehen unverzichtbar. Ebenfalls wichtig: Sich rechtzeitig über Notfall-Ärzte und ggfs. Krankenhäuser vor Ort informieren, um im Falle des Falles schnell Hilfe zu bekommen.

Fazit: Entspannter reisen trotz Neurodermitis und Asthma

Mit der richtigen Vorbereitung sind Flugreisen auch für uns Neurodermitis-Betroffene und Allergiker machbar und können sogar angenehm sein. Die neue zwei Liter-Regel am BER hat mir persönlich zum Beispiel enorm geholfen, endlich ohne das nervige Umfüll-Ritual zu verreisen.

Drei Dinge, die ich gelernt habe:

  1. Flüssigkeiten bündeln – spart Zeit bei der Sicherheitskontrolle
  2. Druckbehälter wie Asthmasprays obenauf legen – sie werden immer gecheckt
  3. Wichtiges griffbereit halten – nicht im Gepäckfach, sondern unter dem Sitz verstauen

Wenn Du mit ähnlichen Herausforderungen reist, kannst Du Dich mit diesen Erfahrungen und Tipps hoffentlich ein Stück besser vorbereiten. Wenn Du eine lange Reise, z. B. auch in eine andere Klimazone geplant hast und Dir unsicher bist, worauf Du bei Deiner Neurodermitis achten solltest, kannst Du auch mit Deinem Dermatologen oder Deiner Dermatologin darüber sprechen. In diesem Sinne: Gute Reise!
Blick aus dem Flugzeugfenster bei Sonnenuntergang
Gute Vorbereitung = entspanntere Reise
Ob Reiseapotheke oder Cremes im Handgepäck – informiert und mit guter Vorbereitung lässt es sich oft entspannter verreisen.
ZurückMAT-DE-2602485-1.0-06/2026
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