Eine Frau mit Maske steht auf der Straße. Links und Rechts gehen Menschen an ihr vorbei. Dekoratives Element Großes blaues N.
Medine lächelt in die Kamera.
Medine

KW 43, 28.10.2021 (Donnerstag)

Dekoratives Element Illustration eines Druckers.
Neurodermitis im Alltag

Ein Leben mit Neurodermitis in Zeiten von Covid-19

Corona macht es uns nicht leicht und das schon seit über einem Jahr. Wer an Neurodermitis erkrankt ist, leidet in der aktuellen Pandemie-Zeit besonders. Neurodermitis-Betroffene sind häufig von Unverträglichkeiten, Allergien und Ausschlägen betroffen, weshalb die Haut bereits ohne weitere Einflüsse genug zu tun hat. Als wäre das nicht ausreichend, wird die Haut in der aktuellen Zeit besonders stark strapaziert. Das ständige Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen, die regelmäßige Anwendung von Desinfektionsmittel, die häusliche und menschliche Isolation sowie alltäglicher Stress, bringt die Haut zur Überreaktion.

Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen sorgt durch zu viel Luftfeuchtigkeit unter der Maske zu Irritationen. Denn wer sich mit Neurodermitis beschäftigt hat, weiß, dass unter anderem die Talgbildung nicht richtig funktioniert und damit der Schutzmantel der Haut nicht vollständig gebildet wird. Kommt beim Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen demnach viel mehr Luftfeuchtigkeit an die Hautstellen, an denen unter normalen Umständen nicht die Feuchtigkeit vorhanden ist, reagiert die Haut mit Irritationen. Bei mir führte das Tragen der Bedeckungen häufig zu Ausschlägen im Mund- und Nasenbereich, teilweise waren kleine nässende Bläschen zu erkennen. Für mich ist das selbstverständlich sehr unangenehm, denn unser Blick fällt oft zuerst auf den Mund und die Augen bei anderen Menschen.

Sobald es möglich ist, setze ich die Maske ab, um die Haut nicht länger als nötig diesen irritierenden Umständen auszusetzen. Einen Unterschied konnte ich ebenfalls beim Tragen zwischen einer FFP2-Maske und einer OP-Maske feststellen. Das Tragen der FFP2-Maske empfinde ich zwar als störend, da sie meistens zu groß für mein kleines Gesicht ausfällt, im Mund- und Nasenbereich habe ich jedoch viel mehr Platz, wodurch sich die Atmung nicht so sehr staut und damit die Feuchtigkeitsbildung auf der Haut etwas minimiert wird.

Desinfektionsmittel – Für mich Fluch und Segen zugleich

Generell finde ich die Stationen der Desinfektionsmittel, die mittlerweile fast überall zu finden sind, eine super Sache. Wir schützen nicht nur uns, sondern auch andere vor Infektionen. Schon immer befindet sich Desinfektionsmittel in meiner Tasche und im Auto, welches auch zur Anwendung kommt. Nun sind in der Stadt viele Desinfektionsstationen, die zusätzlich zur ursprünglichen Verwendung zu häufigerem Anwenden verleiten. Die ständige Verwendung von Desinfektionsmittel, sei es beim Betreten des Supermarkets, an der Tankstelle und auf der Arbeit, kann allerdings zu Hautreizungen führen. Oft fühlen sich meine Hände nach der Anwendung sehr trocken und rissig an. Die Anwendung sollte daher vor allem bei Menschen mit trockener Haut sparsam erfolgen.

Die häusliche Isolation sowie der Abstand zu Menschen, zum Sport, zum alltäglichen Lebensrhythmus sorgten bei mir oft für innere Unruhe. Ausgangsbeschränkungen verkürzten die Tage. Einkaufen, Paket abholen, die Eltern besuchen, Arztbesuche und all diese Dinge, die erledigt werden mussten, mussten in viel kürzerer Zeit geschehen. Dies wiederum sorgt für Stress.

Eine Frau schaut nachdenklich aus dem Fenster.

Mediale Informationen, die ständig auf uns einwirken wie Zahlen, Fakten, Krankheitsfälle, führten bei mir in der Vergangenheit oft zu einer negativen Grundstimmung. Selbstverständlich ist es wichtig, über aktuelle Themen informiert zu sein. Für unser Wohlbefinden, Gedanken und Sorgen, die dadurch entstehen, ist das allerdings ein Trigger für mich und meine Neurodermitis. Enormer Stress und ein total verdrehter Alltag kann ebenfalls Grund für Hautirritationen sein. Um diesen Stress bewusst zu umgehen, können Push-Up-News und Nachrichten ausgeschalten werden und individuell, nämlich dann, wenn es zeitlich passt oder man sich damit befassen möchte, eingeschalten werden.

Aber auch in dieser Phase durfte ich neue Dinge über die Neurodermitis und mich erfahren. Zwar halte ich mich auf dem Laufenden, allerdings nur in einem gesunden Maß. Mein Inneres baut eine Schutzschicht auf, um Geschehnisse nicht bis in die Tiefen meines Körpers wandern zu lassen. Und vor allem genieße ich jede Minute in vollen Zügen, die ich mit meinen Liebsten verbringen darf.

MAT-DE-2104712-1.0-09/2021

Dekoratives Element

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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz äußert. Betroffene fühlen sich in vielen Lebensbereichen häufig stark eingeschränkt.

Was sind die genauen Ursachen und Symptome der Neurodermitis (atopische Dermatitis) und was können mögliche Auslöser sein?

Juckreiz, Kratzen, Schlaflosigkeit – für Betroffene mit schweren Symptomen dreht sich jeder Tag darum, wie sie ihr Leiden lindern können. Jeder Schub belastet Betroffene auf körperlicher und mentaler Ebene. Beruf und Alltagsleben können oft nur eingeschränkt bewältigt werden. Es ist daher für Betroffene sehr wichtig, persönliche Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

Neurodermitis kennenlernen

Wer seine Haut kennt, Routine in der Behandlung und Pflege entwickelt und auf seine persönlichen Bedürfnisse achtet, tut bereits viel dafür, um die Neurodermitis zu kontrollieren. Unsere Lernmodule unterstützen Dich dabei, Dein Leben mit Neurodermitis aktiv zu gestalten.

Behandlungsmöglichkeiten

Neurodermitis kann heute mit modernen Therapien gezielt behandelt werden. Eine individuelle Behandlung ist oft der erste Schritt hin zu mehr Selbstwertgefühl.

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